Bericht über die robbe Akademie 2013

Bericht: Wilfried Hörmann
Fotos: Wilfried Hörmann, Frank Schwartz
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Lernen, staunen, erleben, mit diesen drei Schlagwörtern wirbt die robbe Akademie um ihre Teilnehmer. Was können die Teilnehmer wirklich dort erleben und erfahren.

Warum eine Modelflug-Akademie?
Mit robbe Akademie soll dem Kunden gezeigt werden, wie die Produkte funktionieren und insbesondere wie man damit sehr viel Spaß haben kann. Die Kommunikation mit dem Modellflieger und Auseinandersetzung mit seinen Problemen ist ein wichtiger Pfeiler des robbe Marketings. Das Konzept der robbe Akademie ist bisher ein Novum auf dem Modellbausektor.
Der gute Start hat die Organisatoren veranlasst, das Programm wesentlich zu erweitern. Dabei haben sich zwei Schwerpunkte herausgebildet: Helikopter- und Segelflugseminare. Das sind im Modellbau zwei völlig verschiedene Erlebniswelten, so gestalten sich die Programme auch entsprechend unterschiedlich. In diesem Bericht befassen wir uns mit dem Thema Segelflug.


Auf großes Interesse bei den Teilnehmern stoßen die Vorträge über die Themen wie z.B. Thermik und Alpinflug. Es werden dabei umfangreiche theoretische Kenntnisse vermittelt, die gleich anschließend in der Praxis erprobt werden können.

Hahnenmoos
Ein Traum ist wahr geworden. Jeder von uns ist jetzt in der Lage in den Bergen zu segeln.“ So hat Paul das Seminar auf dem Hahnenmoos erlebt. Es kostet schon Überwindung, das Modell über die Hangkante zu werfen, wenn der Talboden mehrere Hundertmeter unter einem liegt. Aber mit Unterstützung der beiden Trainer wird die anfängliche Angst abgebaut. Nach mehreren Flügen in dieser imposanten, hochalpinen Landschaft hat man sich daran gewöhnt und der Flugspaß stellt sich wieder ein. Barbara, eine der wenigen Damen unter den Modellfliegern sagt: „Gelernt habe ich insgesamt sehr viel, wie das Landen bergaufwärts, noch mehr auf den Wind zu achten und auch wie man in einen kleinen Rucksack die volle Modell-Flugausstattung verstaut.“  Auch von der Unterkunft im Berghotel Hahnenmoos war Barbara beeindruckt: „Es ist bestens ausgestattet für einen Standort auf 2.000 m: Vorzügliches Essen, warmes Wasser und die Baulokale sind vom feinsten. Fasst alle Reparaturen sind dort am Abend machbar. Damit ist man für den nächsten Tag wieder startklar.“  Marcus, ist viele Jahre manntragend geflogen und ist dadurch mit vielem vertraut und stellte fest: „Dennoch fand ich die Vorträge über Thermik und alpines Fliegen sehr interessant und habe für mich viel Neues entdeckt.“ 
Modellflieger aus ganz Europa, sogar aus USA und Japan kommen herauf zum Berghotel Hahnenmoos, um den alpinen Modelflug hier zu erleben. Das weitläufige Fluggelände bietet mit seinen verschiedenen Startplätzen bei allen Windrichtungen beste Flugmöglichkeiten. Einzigartig in ganz Europa sind die völlig steinfreien Wiesen bis in Höhen um 2.000 m. Außerdem bietet das Berghotel Hahnenmoos eine seit vielen Jahren perfekt entwickelte Infrastruktur mit allem was der Modellflieger braucht.


Die robbe Akademie ist hier in rund 2.000 m Höhe auf dem Hahnenmoos/Schweiz. Neben dem Arcus Sonic hat sich der etwas größere Arcus Sport als ideales Einstiegsmodell für das Fliegen im alpinen Gelände bewährt.


Die beiden Seminarleiter Frank Schwartz und Wilfried Hörmann kennen die Fluggebiete sehr gut und finden je nach Windrichtung immer den richtigen Hang oder sie haben den einen oder anderen Geheimtipps auf Lager. So kann auch einmal einem stark frequentieren Hang ausgewichen werden. 


Vor einer gewaltigen, hochalpinen Landschaft, wie hier auf dem Hahnenmoos/Schweiz ist das Hangfliegen ein wirklich unbeschreiblich tolles Erlebnis.

Vogelsberg/Wasserkuppe
Eines habe ich gelernt: Drücken, Drücken, Drücken ist das Wichtigste bei der Landung. Auf jeden Fall hat die Woche mit Euch tierisch Spaß gemacht und ich habe eine Menge Neues erfahren.“ So hat Hartmut das Seminar erlebt. Er konnte anschließend das Gelernte bei einem Modellflieger-Urlaub in Damüls/Bregenzerwald gleich ausprobieren. Fliegen heißt Landen und das will gekonnt sein. Im Herzen des Vogelsbergs liegt der Modellflugplatz mit idealen Voraussetzungen für den Einstieg.
Hier können Landungen perfekt geübt werden. Auch zum Thermikfliegen bietet das Gelände sehr gute Voraussetzungen. Mit den hier gewonnen Kenntnissen sind die Teilnehmer gut gerüstet, um den großen Reiz des Hangfliegens auf der Wasserkuppe in vollen Zügen zu erleben. Maik beschreibt den Reiz so: „Beim krönenden Abschluss an der Westseite der Wasserkuppe trug zwar der Hangaufwind für mein Modell nicht genug, aber ich konnte mehrere Male durch das Auskurbeln der Bärte über dem Tal vollkommen auf die Elektrothermik verzichten. Das war ein großes Erlebnis und für mich gleichzeitig der Erfolg und die Belohnung für diese drei Tage.“ Die praktischen Übungen werden begleitet durch Vorträge, die Lorenz so erlebt hat: “Der Workshop hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auf alle meine Fragen klare und ausführliche Antworten bekommen und auch die Tipps beim Fliegen waren sehr hilfreich.“  Klaus-Dieter kommt aus dem hohen Norden und vermisst in seinem Verein die entsprechende Unterstützung von den erfahrenen Modellfliegern. Nachdem er wieder zu Hause war und auf den Platz zum Fliegen ging, hat er folgendes geschrieben: „War heute bei bockigem bis stürmischem Wetter fliegen und was soll ich euch sagen: es funktioniert! Habe permanent Landungen geübt, bis der zweite Modellflieger auf dem Platz (mehr trauten sich heute nicht) sagte: man sieht, dass du zum Lehrgang warst. Ist doch was!“ . Aber nicht nur die Momente des Fliegens blieben bei den Teilnehmern in Erinnerung auch ganz einfach einmal drei Tage auszuschalten bemerkte Kilian als sehr positiv: „Schon allein die seltene Gelegenheit, sich abseits des Alltags einmal für volle drei Tage ausschließlich auf das Modellfliegen konzentrieren zu können, hat die Veranstaltung für mich zu einem Highlight der Modellflug-Saison gemacht.“
Die Wasserkuppe, Geburtsstätte des Segelfluges, ist heute ein Eldorado für Segelflieger, Modellflieger und Gleitschirmflieger. Auf dem weltberühmten Berg der Flieger gibt es Startplätze in fast alle Himmelsrichtungen.


Im Herzen des Vogelsbergs liegt der Modellflugplatz mit idealen Voraussetzungen für den Einstieg in das Themikfliegen. Mit den hier gewonnen Kenntnissen sind die Teiln ehmer gut gerüstet, um den großen Reiz des Hangfliegens auf der Wasserkuppe in vollen Zügen zu erleben.


Neben den bewährten robbe-Modellen wie Arcus Sonic oder Arcus Sport können die Teilnehmer gerne ihre eigenen Modelle mitbringen. In den Seminaren ergibt sich immer die Möglichkeit die Modelle optimal einzustellen und einzufliegen.

Petit Ballon/Vogesen, Elsass
Wir treffen uns auf der Aussichtsterrasse in 1.100 m Höhe der Ferme Auberge du Kahlenwasen an einem wunderbaren Morgen, nur noch Restwolken verdecken etwas die Aussicht. Der Blick geht weit hinaus ins Rheintal, im Hintergrund ist der Schwarzwald zu sehen. Bei ganz klarem Wetter sind hier sogar die Schweizer Berge zu erkennen. Wir sitzen auf einer rustikalen Holzbank und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen. Es hat schon etwas besonderes, wenn unter freiem Himmel ganz offiziell das Seminar der robbe Akademie eröffnet wird. Im weiteren Verlauf des Seminars stellt sich unser „Berghotel“ als eine typische Übernachtungsmöglichkeit für  Wanderer und auch für Modelflieger in den Vogesen heraus. Einige Teilnehmer sind überrascht, nur wenige Kilometer von der Rheinebene entfernt eine so gebirgige Landschaft vorzufinden und somit auch eine so rustikale Unterkunft nutzen zu können. Nicht nur die Gaststube oder die Zimmer entsprechen diesem Landstricht, insbesondere auch die Küche ist ganz typisch für die Hochlagen der Vogesen, selbstgemachter Käse, Butter und Fleisch aus eigener Produktion. Aber wir wollen ja zum Fliegen bei diesem herrlichen Wetter. In wenigen Minuten erreichen wir einen großen Parkplatz von dem wir in etwa 25 Minuten den Gipfel des Petit Ballon auf einem guten Wanderweg erreichen. Von hier oben eröffnet sich ein grandioser Rundblick. Als Modellflieger fällt das Augenmerk sofort auf die Landemöglichkeiten. Eine große, leicht abfallende Wiese erwartet uns, ideal zum Landen. Wie immer, so stehen uns die beiden Trainer mit Rat und Tag zur Seite. Anfänglich steht der Wind schräg auf den Hang, sodass nach links hinaus geflogen werden muss, um in den Hangaufwind zu kommen. Auch beim Landen will die richtige Einteilung geübt sein. Nach mehreren Versuchen klappt auch das ganz gut. Im Tagesverlauf wird die Thermik stärker und so kann das richtige Einkreisen und Zentrieren gezeigt und geübt werden. Vor so einer beeindruckenden Kulisse zu Fliegen macht wirklich Spaß.
Jeder Teilnehmer hatte seine ganz bestimmte Vorstellung von dem Seminar. So wollte z.B. Andreas sein gebraucht gekauftes F3b Modell mit seiner neuen Fernsteuerung TG 14SG von Futaba programmiert, eingestellt und eingeflogen haben. Andreas fliegt nun das Modell selbstständig und landet es perfekt. Die Gruppe ist überschaubar, sodass sehr gut auf die individuellen Wünsche eingegangen werden kann. Frank klagt, dass sein Elektrosegler in der Thermikstellung keine Leistung zeigt. Auch hier wird gleich vor Ort geholfen. Der Schwerpunkt muss nach vorne gesetzt werden und die Zumischung von Höhe in der Thermikstellung wird etwas zurückgenommen. Schon zeigt das Modell ganz andere Flugeigenschaften.
Ganz hoch im Kurs steht natürlich das Fliegen ohne Motor, also der reine Segelflug. Unserer ältester Teilnehmer mit 75 Jahren Karl mein dazu: „.Deine Aussage, dass es auch ohne Motor geht, hast Du eindrucksvoll dargestellt. Da möchte ich noch etwas lernen und wäre bereit, einen „vorne ohne“ dafür zu bauen. Modellfliegen macht natürlich in Gesellschaft besonders viel Spaß. So hat das auch Frank erlebt:  „Das war ein wirklich nettes Team. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß“. Noch ein Satz zu den Lokalmatadoren, wer kennt sie nicht. Nicht immer angenehme Zeitgenossen. Hier am Petit Ballon war das ganz anders, sehr sympathisch wie Ueli aus der Schweiz festgestellt hat: „Wir wurden freudig begrüßt mit Händedruck, auch von lokalen Dazukommenden während dem Tag. Und mit Händedruck verabschiedete sich jeder am Abend. Und freimütig gaben sie die Eigenheiten des Berges bekannt damit wir erfolgreich mitfliegen und oben bleiben konnten.“ 
Die drei Tage auf dem Petit Ballon vergehen wie im Fluge. Am letzten Tag kommt der Wind von Westen und wir lernen dadurch noch einen neuen Hang kennen. Hier ist das Landen etwas anspruchsvoller, aber auch das ist kein wirkliches Problem. Weit draußen bauen sich mächtige Thermikbärte auf, die nur darauf warten richtig ausgekreist zu werden.    


Es hat schon etwas besonderes, wenn unter freiem Himmel ganz offiziell das Seminar der robbe Akademie eröffnet wird. Wir treffen uns auf der Ausichtsterrasse in 1100m Höhe der Ferme Auberge du Kahlenwasen an einem wunderbaren Morgen, nur noch Restwolken verdecken etwas die Aussicht. Der Blick geht weit hinaus ins Rheintal, im Hintergrund ist der Schwarzwald zu sehen.


Am Gipfel des Petit Ballon in rund 1.300 m Höhe macht es riesigen Spaß, das Modell hinauszuwerfen und dann in der herrlichen Landschaft der Vogesen nach Thermik zu suchen.


Vom örtlichen Modellflugverein wurden die Aktivitäten der Robbe Akademie am Petit Ballon angekündigt, sogar mit Foto.


Wer mit seinem Modell nicht gerade in der Luft war, genoss die wunderbare Aussicht, ruhte sich aus, programmierte seine Fernsteuerung oder war mit einer kräftigen Brotzeit beschäftigt. Der Tagesablauf gestaltet sich sehr harmonisch und erholsam für alle Teilnehmer.