robbe S.BUS und elektrische Störklappe

Bericht und Fotos: Frank Schwartz
Veröffentlicht in FMT 11/2013
© 2013 Frank Schwartz, alle Rechte vorbehalten

Bei Segelflugmodellen macht eine Verkabelung mit dem robbe/Futaba S.BUS Sinn – insbesondere in den Tragflächen. Sie hat viele Vorteile: einfachste Montage und Verkabelung beim Bau des Modells, vereinfachtes Aufrüsten auf dem Modellflugplatz, nachträgliches Ansprechen und programmieren jedes einzelnen Servos ohne dieses ausbauen oder abstecken zu müssen ...


Zwei S.BUS-Klemmen mit PWM-Adapter. Die beiden Bodenplatten (links im Bild) werden nicht benötigt.

Elektrische Störklappen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie sind einfach einzubauen. Weitere Servos werden nicht benötigt. Es entfällt das – manchmal recht komplizierte – Verbinden der Klappe mit dem Servo. Die Klappen laufen in der Regel sofort gleichmäßig, ohne mechanische oder softwaremäßige Anpassungen.
Leider gibt es (noch) keine S.BUS-fähigen elektrischen Störklappen. Vielleicht rüstet robbe hier in Kürze nach. Es besteht natürlich die Möglichkeit, für die Störklappe eine zusätzliche Impulsleitung in die Tragfläche zu legen. Das ist zwar eine preiswerte, aber keine wirklich elegante Lösung.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, der Störklappe einen PWM-Adapter vorzuschalten. Zur Anwendung kommt die S.BUS-Klemme (Art.-Nr. F1691). Mit wenig Aufwand kann sie auf den geplanten Anwendungsfall umgerüstet werden. Sollte das Modell mit High Volt (größer 6 V) betrieben werden, ist das Vorschalten eines Limiters (z.B. Art.-Nr. F1647) notwendig. Dieser regelt die Spannung für die elektrische Störklappe auf 5 V herunter.


An der seitlich aufgedruckten Nummer sind die Klemmen mit PWM-Adapter zu erkennen. Über diese Nummer kann man mit dem CUI-2 und der kostenlosen Software PC-Link jede einzelne Klemme – wie auch jedes S.BUS-Servo – im fertig verkabelten Strang ansprechen. Deshalb ist es wichtig, die Nummer vor dem Einbau zu notieren.


Auf der Oberseite sind Markierungen für „+“, „-“ und Impuls angebracht. Diese gelten analog auf der Unterseite.


Zuerst biegt man die Spitzen der Schneidklemmen um (untere Klemme im Bild), so dass sie später nicht durch den Schrumpfschlauch stoßen und einen Kurzschluss verursachen können.


Die anzulötenden Kabel werden entsprechend der Position der Schneidklemmen abgelängt, abisoliert und verzinnt.


Bei einer Stromversorgung mit vier oder fünf Nixx wird ein entsprechendes Servokabel oder bei Bedarf einen Verlängerungskabel, an dem die Buchse abgeschnitten ist, verwendet (unten im Bild). Bei einer High-Volt-Stromversorgung wird der Limiter  verwendet, bei dem ebenfalls die Buchse abgeschnitten ist (oben im Bild). Der Limiter ist nur wegen der Störklappe notwendig, der S.BUS-Adapter verträgt die höhere Spannung.


Nach dem Verzinnen der Schneidklemmen kann das Kabel angelötet werden. Es ist darauf zu achten, dass die Minus- und Impuls-Leitungen mit etwas Abstand um die Plus-Schneidklemme geführt werden.


Die vier Laschen sollten entfernt werden, damit der Schrumpfschlauch die Kabel zur Zugentlastung besser klemmen kann. Bei Verwendung eines farblosen Schrumpfschlauches kann man sowohl die Nummer als auch die LED, die bei Betrieb leuchtet (in Bildmitte), noch gut erkennen.


Die elektrische Störklappe (unten im Bild) ist an der PWM-Klemme angesteckt. Der obere Servo-Stecker wird an geeigneter Stelle im S.BUS-Strang eingesteckt.