Slite 2M R.E.S. - Der Bau

© 08. März 2017 - Frank Schwartz, alle Rechte vorbehalten

Für das R.E.S.-Fliegen steht der Pures von SETA-Modelltechnik bei mir hoch im Kurs. Er ist mit 436 g schön leicht, steigt gut am Seil, nimmt die Thermik sehr gut an und lässt sich gut steuern. Das V-Leitwerk erfordert etwas Aufmerksamkeit, bis es perfekt eingestellt ist, so dass Ziellandungen auch wunschgemäß auf den Punkt führen.

Der bis vor ein paar Tagen aktuelle R.E.S.-Flieger meiner Frau wiegt über 600 g. Damit hatte sie wenig Chancen gegen mich. Also kam der Wunsch nach einem neuen, leichteren Modell bei ihr auf. Sie entschied sich gerne für den Nachfolger des Pures: den Slite 2M R.E.S. Und wenn sie sich was Neues leistet, warum nicht ich auch. Nicht dass ihr "Neuer" am Ende noch besser geht als meiner. Für das Bauen bin sowieso ich zuständig. Ich hatte Lust, auch im R.E.S.-Wettbewerb ein Kreuzleitwerk zu fliegen. Also wurden zwei Bausätze bei SETA bestellt. Ein halbes Jahr Wartezeit stellt die Geduld auf eine harte Probe.
Die hervorragende Qualität des gefrästen Bausatzes entspricht der, wie ich sie schon vom Pures her kannte. Die dünnen und damit extrem leichten CFK-Rohre wurden noch etwas dünner ausgeführt, das Rumpfrohr ist zudem konisch. Eine Bauanleitung fehlt zwar, jedoch sind Bauhinweise direkt in den mehrfarbigen Bauplan eingetragen. Das ist prinzipiell ausreichend, lediglich an wenigen Stellen sollte man sich überlegen, in welcher Reihenfolge man vorgeht.

Alle Teile sind passgenau gefräst. Eine Nacharbeit ist eigentlich nicht notwendig. Der Rumpf ist in kürzester Zeit aufgebaut.

Für die Befestigung der Tragflächen werden zwei 5-mm-Inbusschrauben aus Kunststoff mitgeliefert.

Da ich andere, bereits vorhandene Servos einbauen wollte, habe ich das Servobrett abgezeichnet und die Aussparungen entsprechend angepasst.

Die beiden Brettchen mit den Muttern habe ich nicht mit dem Rumpf verklebt. Sie haben etwas Bewegungsfreiheit in den Aussparungen. So wird es keine Probleme geben, mal einen Flächentausch vorzunehmen.

Mein bevorzugter Weißleim für Holz-Holz-Verbindungen ist Bindan-P, den ich mit ca. 10-20% destilliertem Wasser verdünne. Selten verwende ich Express-Variante (rechts im Bild).

Der Pylon für das Höhenleitwerk ist - wie alle anderen Teile - auch fertig gefräst. Er ist doppelt im Bild, da ich zwei Modelle parallel baute.

Als Helling für den Bau der verschiedenen Flächenteile liegen gefräst Depron-Platten bei. Diese werden einfach nur zusammengesteckt - ohne Kleber.

Die Füßchen der Rippen passen in die Aussparungen im Depron. So ist der Aufbau ohne Bauplan passgenau und ohne mühsames Ausrichten möglich.

Beim Verkleben versuche ich nach Möglichkeit mit Gewichten anstatt mit Stecknadeln zu arbeiten. Da ich zwei Modelle gekauft hatte, standen die Depron-Hellings doppelt zur Verfügung. So konnte ich die Außenflügel paarweise herstellen.

Die Rundungen am Außenflügel ergeben sich einfach. Kein Problem.

Der Balsarechen sorgt dafür, dass die Rippen ohne Mühe gleichen Abstand haben und senkrecht stehen.

Erst wurden die Leitwerke fertig aufgebaut, an das Rumpfrohr winkelig angepasst und verleimt. (Das Höhenleitwerk bleibt komplett abnehmbar.) Dann wurde mit Hilfsmitteln alles perfekt ausgerichtet und das Rumpfrohr mit der vorderen Rumpfkeule verleimt.

Bespannt wurde mit transparenter Folie Oralight.

Der Flugbericht folgt, wenn ich bei hoffentlich bald besserem Wetter ausgiebig mit dem Slite geflogen bin. Einmal war ich schon mit den Modellen auf dem Flugplatz. Zum Glück habe ich mir auch einen Slite gebaut. Schon bei diesem Einfliegen war ich äußerst begeistert. Den Schwerpunkt habe ich dabei Stück um Stück nach hinten gelegt. Bei 76 mm gefällt er mir vorerst richtig gut. Das eine Modell wiegt 401 g, 'meins' nur 396 g.
Infos zur Ausrüstung und zum Fliegen folgen demnächst.