Slite 2M R.E.S. - Was ist drin? Wie fliegt er?

© 29. Mai 2017 - Frank Schwartz, alle Rechte vorbehalten



Man gönnt sich ja sonst nichts! Für Höhe und Seite habe ich je ein MKS DS 75K eingebaut. Ich weiß, das ist maßlos übertrieben. Aber diese Servos lagen schon lange bei mir in der Kiste und hatten keinen passenden Flieger gefunden. Ursprünglich sollten sie mal in ein F3K-Modell. Aber RES-Fliegen macht mir mittlerweile mehr Spaß. Mit 7,5 g sind sie auch für den Slite nicht zu schwer.
Bei der Störklappe bin ich Sepp's Empfehlung gefolgt und habe das Emax ES9051 Digital Ultra eingebaut. Der Empfänger ist ein Duplex R5 light und der Empfänger-Akku ein einzelliger LiPo mit 1.200 mAh.


Nach zwischenzeitlich ungezählten Flügen habe ich doch noch ein paar Bleikugeln (4 g) vorne hinein gelegt. Der Schwerpunkt dürfte nun bei 73 mm liegen. Passt.


Ob ich die einseitige Seilanlenkung nochmals einbauen würde, ist fraglich. Irgendwie habe ich das Gefühl, die Ruderklappen sind durch die Vorspannung doch etwas vergewaltigt. Aber bisher funktioniert alles gut.


Das Fliegen ist ein Gedicht.
Am Seil geht der Slite steil und ohne Tendenzen auszubrechen sehr gut auf Höhe. Nach dem Ausklinken - sanft oder mit moderatem "Schuß" - hört er willig auf die Steuerkommandos.
Den ersten Wettbewerb hat er auch schon hinter sich. Es gab gute Thermik, aber man musste sie sich schon suchen. In allen Durchgängen lag ich mit dem Slite nahe der sechs Minuten. Andere Modelle - auch den Pures - konnte ich im jeweils selben Bart gut auskurbeln. Dass ich nur auf dem dritten Platz landete lag nicht am Modell, sondern an meinen Landungen. Da hatte ich welche unter 0,5 m und leider auch andere über 2 m. Ich werde üben.
Mein Fazit: Ich bin äußerst zufrieden und denke, dass ich vom Pures aus deutlich aufgestiegen bin. Der Slite geht auch bei Wind und mit 100 g Ballast.