Slite 2M R.E.S. - geht auch elektrisch!
© 03. Juni 2017 - Frank Schwartz, alle Rechte vorbehalten

Modellflugplätze sind selten groß genug um mehrere RES-Hochstartleinen auszulegen. Hochwasser auf dem Platz und auf den umliegenden Wiesen sowie die falsche Windrichtung können schon mal einen Wettbewerb verhindern. So habe ich mir zum Slite noch einen weiteren Rumpfbausatz bestellt, um ihn mit einem E-Motor auszurüsten. Man will ja auch für E-R.E.S.-Wettbewerbe vorbereitet sein.


Doch wo kommen die Komponenten hin, damit am Ende der Schwerpunkt noch stimmt? Den Charakter mit dem langen, schlanken und eleganten Rumpfvorderteil wollte ich gerne erhalten. Aber zu viel Trimmgewicht am Heck sollten es auch nicht sein. Zuerst wurde also der Rumpf im Rohbau, aber ohne obere und untere Beplankung, fertiggestellt. Mit den montierten Leitwerken habe ich dann probiert, wie es ausgehen könnte.


Der E-Rumpf ist kaum kürzer.

Das Ergebnis war, dass ich lediglich den Nasenklotz weglassen und den vorderen Sperrholzspant - etwas breiter - neu sägen musste. Das Servobrett blieb aus Stabilitätsgründen drin. Die Servos (FS31) fanden aber unter der Tragfläche hängend ihren Platz. Dazu bekam der Rumpf am Boden einen neuen, einfachen Deckel verpasst.


Der „neue“ Rumpfdeckel und die hängend eingebauten Servos.

Den eigentlichen Deckel vorne am Rumpf habe ich etwas weiter nach hinten versetzt. Motor und Regler wurden miteinander verlötet und eingebaut. Danach habe ich die obere und untere Rumpfbeplankung aufgeleimt. An Motor und Regler komme ich jetzt nur noch heran, wenn ich den Rumpf aufschneide. Da mache ich mir aber keine Sorgen. Ich habe qualitativ hochwertige Produkte verwendet.
Da ich hinten sowieso Gewicht brauche, habe ich die Leitwerke konventionell mit Stahldrähten (0,5 mm) in Kunststoffführungen angelenkt. Alles in allem war der Mehraufwand äußerst gering …. und hat sich gelohnt.


Schön, wenn der graue Klotz noch verschwinden würde.

Doch halt, ein Akku musste auch noch hinein. Platz ist genügend vorhanden – in der Länge. Aber die Rumpföffnung ist nur 15 mm breit. Den einzigen passenden 3s-LiPo, den ich vorerst gefunden habe, ist der SLS XTRON 3s 450 mAh 30C. Allerdings ist er mit seinen 450 mAh recht üppig für diese Anwendung. Das ergibt bei den 7 A Stromfluss über vier Minuten Motorlaufzeit! Und mit seinen 45 g ist er auch so schwer, dass – immerhin nur – 5 g Trimmgewicht ans Heck mussten.


Platz ist eigentlich genug. Der Rumpf ist aber verdammt schmal ... und damit sehr elegant.

Aktuelle Ausrüstung
Motor: Hacker A20-6XL G 4,4:1
Motorspant: Durchmesser 29 mm
Luftschraube: RFM 12x8s
Mitnehmer: Reisenauer 29 mm
Spinner: Reisenauer 29,5 mm
Regler: YGE 12A
Akku: SLS XTRON 3s 450 mAh 30C
Servos Höhe und Seite: FS31
Empfänger: Duplex R5 light
Logger: Altis V4

Aber mit seinen 490 g Abfluggewicht wurde der E-Slite nur 90 g schwerer als die nicht motorisierte Variante. Damit geht das Modell immer noch absolut super. Das Mehrgewicht ist beim Fliegen fast nicht zu spüren. Er steigt in etwa 20 Sekunden auf 100 m. Jetzt können die E-R.E.S.-Wettbewerbe näher kommen …


Zwischenzeitlich habe ich bei Graupner einen einzelligen Lipo mit 300 mAh und 45C gefunden. Daraus werde ich mir einen 3s zusammenlöten. Der E-Slite sollte dann auf ein Abfluggewicht von nur noch 465 g kommen. Ich bin gespannt.