Petit Ballon Juni 2014

19.06.2014 00:00

Eine Woche auf dem Petit Ballon zum Hangfliegen
- spannender und erholsamer Kurzurlaub


Start am Petit Ballon

Die ersten beiden Hangflugseminare 2014 am Petit Ballon konnten unter sehr guten Wetterbedingungen stattfinden und boten damit reichlich Gelegenheit, die eigene Hangflug-Erfahrung weiter auszubauen.


Gruppe 1


Gruppe 2

Ideal ist die Unterkunft in der “Ferme Auberge“, da das Haus schon auf ca. 1.000 m, unterhalb des Gipfels liegt. Das Berghotel bietet eine einfache, aber saubere Unterkunft und gute, Vogesen-typische Verpflegung. Hier in den Vogesen verbringt man seine Urlaubstage in einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft mit großen Rasenflächen, die von Gruppen von Büschen und Bäumen durchsetzt sind. Wir hatten Bergfeeling mit angenehmen, deutlich kühleren Temperaturen wie die im Rheintal, auf das man den ganzen Tag eine tolle Sicht hatte.


Begrüßung bei bestem Wetter

Das Modellfliegen fand am Oststartplatz in einer Höhe von knapp 1.270 m und somit etwa 1.100 m über dem Rheintal statt, einem großräumigen Wiesengelände am Gipfel. Der Hang wurde zudem in den Tagen unseres Kurses von einer überschaubaren Anzahl von Piloten genutzt. Die Kühe sahen uns zu, konnten aber immer auf ausreichend Distanz gehalten werden.


Das Fliegerlager


Auch "Großes" war zu sehen

Der Fußweg vom Parkplatz etwas oberhalb unserer Auberge zum Gipfel, konnte auch von Modellfliegern mit nicht so guter Kondition und trotz vollgeladenem Rucksack gut bewältigt werden.
In den beiden Modellflieger-Gruppen war schnell eine Gesprächsbasis aufgebaut. Viele hatten bereits Hangflugerfahrung und entsprechend auch die geeigneten Modelle an Bord. Aber auch für die weniger Geübten bot der weitläufige Hang mit der fachlichen Begleitung viel Gelegenheit in die Luft zu kommen. Dank der guten Bedingungen konnten wir alle Tage vom Frühstück bis nach dem Abendessen zum Fliegen, Technikverbessern und Fachsimpeln nutzen.


Der Arcus Sonic ist immer eine gute Wahl, auch am Hang

Hilfestellungen konnten bei Modellwahl, Programmieren, Kreiselanbindung und ganz besonders bei der Landetechnik/-einteilung bei der „Reiseleitung“ Frank Schwartz abgeholt werden, sooft man das selbst wollte. Zu den letzten drei Tagen kam auch noch Wilfried Hörmann dazu, der ebenfalls Motivator beim Ausprobieren und Grenzen-Ausloten war.
Wir hatten beständigen Wind. In den ersten Tagen etwas schwächer, dafür war thermische Unterstützung da für ein genüssliches Ausprobieren des Hangfluggeländes. Im Weiteren bot uns eine auffrischende Brise die Möglichkeiten zum Schnellfliegen und Hangrocken.
Insbesondere die Tage mit stärkerem Nordost-Wind waren spannend. Bei Start und Landung sind die Wirbel an der Hangkante zu überwinden, Einfliegen zur Landung mit kurzen und hohen Anflügen kann man hier unablässig trainieren.


Frank mit Tomcat ...


... und Typhoon-E

Die Modelle Typhoon-E und Tomcat von EMC Vega, die Frank im Einsatz hatte, erzielten Beachtung; insbesondere wegen ihrer guten Schnell-Flugeigenschaften sowie beim Flitschenstart, wo sie die Energie schnell in eine tolle Höhe umsetzten und durch dennoch relativ langsame Landegeschwindigkeiten. Der Typhoon-E konnte zudem die guten Windbedingungen nutzen, um die Bestleistung seines Piloten in der OLC-Hangflugwertung deutlich zu steigern. Der eingebaute Cortex unterstützt sowohl den Schnellflug als auch den Landeanflug.
Die einheimischen Piloten sind so nett, dass man glatt sein schon lange zurückliegendes Schul-Französisch aufbessern möchte. Wichtig ist ihnen, dass man die Wanderwege, die auf Gipfelebene am Landehang entlang führen, meidet - zum Erhalt dieses wunderbaren Fluggeländes. Dies lässt sich aber ohne weiteres realisieren, spätestens mit etwas Übung, die solche Tage mit viel Spaß bringen.


Wilfried